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Neubau zentrales Verwaltungsgebäude

Die Weichen sind gestellt

Zentrales Wohnen und Arbeiten für alle Pastoralen Mitarbeiter

Die Weichen für den Neubau des zentralen Verwaltungsgebäudes des Pastoralverbundes Reckenberg sind gestellt. Nach dem Architektenwettwerb, den das Planungsbüro Drees & Huesmann aus Bielefeld begleitet hat und an dem sich fünf Büro beteiligt hatten, erhielt das Büro „Ballhorn, Wewer, Karhoff“ aus Paderborn den Zuschlag. Bei der Beurteilung wussten die sieben stimmberechtigten Personen nicht, um welchen Anbieter es sich handelt. Umso größer war das Erstaunen, dass es genau die Architekten sind, die bereits Jahr im letzten die evangelische Kreuzkirche in Wiedenbrück geplant hatten. „Das nenne ich gelebte Ökumene, wenn wir sogar ähnliche Vorstellungen von der Zukunft haben“, meinte Pfarrdechant Reinhard Edeler. Den zweiten Preis erhielt das Büro Drewes und Strenger in Bielefeld und den dritten Preis das Büro Nopto aus Herzebrock-Clarholz. Alle drei Preisträger hatten die Vorgaben sehr gut umgesetzt, doch siegen kann am Ende nur einer. Die Voraussetzungen waren nicht einfach, weil es sich um einen Neubau inmitten der Altstadt von Wiedenbrück, am rund gestalteten Kirchplatz handelt.  Das Gewinnerbüro um Architekt Martin-Uwe Ballhorn, hat die Jury überzeugt, weil der Eingangsbereich hell, freundlich und die Großzügigkeit sehr einladend wirkt und sich der schlichte weiß geputzte Baukörper in Verbindung mit Eichenholz zurückhaltend in die bestehende Bebauung einfügt. Das Doppelgebäude mit den Büros und dem Konferenzraum ist so aufgeteilt, dass alle dort Beschäftigten einen Blick auf die St.-Aegidius- Kirche haben. „Das hat uns besonders gut gefallen“, erklärte Edeler. Auch die anderen Vorgaben wie, dass es über die Funktion eines Bürogebäudes hinaus ein lebendiges Gebäude der Kirche darstellen soll, wurden erfüllt. Transparenz und Offenheit nach außen, einladend, Neugierde weckend aber Vertraulichkeit gewährleistend, insbesondere im Hinblick auf die Dienstzimmer der Pfarrer, wurde zudem perfekt umgesetzt. Sechs gewünschte Stellplätze wurden sehr gut integriert. Das bestehende derzeitige Pfarrbüro, in dem sich im oberen Stockwerk bereits die Wohnung von Edeler befindet, wird so erhalten bleiben, jedoch zu einem Wohnhaus für zwei Pfarrer, die langfristig gesehen für den PV Reckenberg zuständig sein werden, umgebaut. Da oben schon renoviert ist, muss lediglich die untere Wohnung durchrenoviert und umgebaut werden. Jetzt geht es zunächst in die Vorplanungen. Das Budget für den Neubau beläuft sich auf rund 750.000 Euro, von dem das Erzbistum Paderborn 90 Prozent übernimmt. Dann gilt es, das alte Gebäude Kirchplatz 4 abzureißen. Edeler hofft, dass es im Herbst 2018 losgehen kann. Warum in Zeiten weniger Gläubiger und auch weniger Personal in der Kirche neu gebaut wird erklärte der Pfarrdechant damit, dass Zentralisierung gerade dann besonders wichtig sei. Die Pfarrbüros in den anderen Gemeinden würden vermietet, es bleiben lediglich kleinere Kontaktbüros und auch die beiden Geistlichen wohnen zentral zusammen. Und dass das neue Gebäude so großzügig wird, müsse nicht Leere bedeuten, sondern eher eine Einladung, es mit Leben zu füllen, erklärte er abschließend.

W. Leskovsek

Foto v. links: Georg Effertz und Jürgen Algermissen vom Finanzausschuss des Pastoralverbundes, Pfarrdechant Reinhard Edeler, Architekt Martin-Uwe Ballhorn mit dem Modell vom Gesamtensemble des Kirchplatzes und genau mittig das neue Gebäude des zentralen Verwaltungsgebäudes.