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St. Aegidius bekommt ein neues Dach

Kupfer glnzt mit der Sonne um die Wette

(wl). 1200 Quadratmeter neues, in der Sonne funkelndes und leuchtendes Kupfer sind bereits auf dem Dach der St.-Aegidius-Kirche verarbeitet worden. Die Nordseite ist soweit fertig gestellt. In den nächsten Wochen geht es dann auf die andere Seite, der zum Marktplatz hingewandten. Insgesamt werden es 2400 Quadratmeter Kupfer sein, die die gute alte Kirche im neuen Glanz erstrahlen lassen sollen und trockene Füße bescheren. Pfarrdechant Reinhard Edeler, Architekt Stefan Terbrack sowie Werner Twent und Dieter Breimann vom Kirchenvorstand hatten zu einer Baustellenbesichtigung hoch oben über den Dächern von Wiedenbrück eingeladen. Pfarrdechant Edeler als „Hausherr“ schwärmt immerzu, wenn er seinen Rundgang hoch oben auf dem Baugerüst rund um das gesamte Kirchengebäude macht. Die Aussicht ist atemberaubend und der Blick aufs Dach mit den fortschreitenden Arbeiten einfach nur spannend. Besonders die drei kleinen Dächer der Sakristei sind beeindruckend, weil sie ineinander übergehen. „Wir liegen voll im Zeitplan und auch im Kostenplan“, freuen sich alle, dass es trotz der alten Gemäuer zu keinen bösen Überraschungen gekommen ist. Lediglich die Trocknungsphase des Putzes bereitet dem Architekten ein wenig Sorgen. Der Putz wurde im Zuge der Dacherneuerung gleich mit in Angriff genommen, weil eh das gesamte Kirchengebäude eingerüstet ist. Der Putz hatte es auch nötig, insbesondere auf der Südseite stellte sich heraus, dass er sehr marode und weich geworden ist. Da die Putzstärke stark variiert, gibt es nun unterschiedliche Trocknungszeiten. Doch noch ist Terbrack guter Dinge, dass alles planmäßig weitergeht. Der Kirchturm hatte zuvor keinen Putz und das soll auch so bleiben. An dem Turm aus dem Jahre 1870 werden die Fugen ausgekratzt und durch neue ersetzt. Zum Teil laufen nun unterschiedliche Arbeiten wie die der Zimmerleute, der Fassadenputzer und Maler gleichzeitig. Die Zimmerleute restaurieren die Sparren und ziehen Folien ein bevor die Kupferabdeckung angebracht wird.

 

Bei seinem Rundgang erinnert Edeler noch mal kurz an die Ausgangssituation. Das Dach war undicht und es wurde lange geforscht und geprüft, woran es liegt. Schäden im Tragwerk und die teilweise nicht korrekte Verarbeitung des Kupferdaches waren der Auslöser für den „Dachschaden“. Hinzu kam der Hagel vor einigen Jahren, der tiefe Dellen im Kirchendach hinterlassen hat. Der gesamte Umfang der Baumaßnahme stand zuvor fest. 1,75 Millionen Euro gibt das Erzbistum dazu. 340.000 Euro kommen aus einem Fördertopf des Bundes. 215.000 Euro beträgt der Anteil der Kirche, wovon 150.000 Euro aus Rücklagen genommen werden und 65.000 Euro an Spenden zusammenkommen müssen. Doch da ist man auf einem guten Weg. 10.000 Euro fehlen noch. Es wird also noch fleißig weitergesammelt. Zu Weihnachten passend soll die gute alte Pfarrkirche dann im neuen Glanz erstrahlen.

Architekt Stefan Terbrack erklärt die Vorgehensweise bei der Putzerneuerung. W. Leskovsek Werner Twent, Pfarrdechant Reinhard Edeler, Architekt Stefan Terbrack stehen über den Dächern der Sakristei an der Nordseite, die bereits fast fertig gestellt ist.

 

 

Die St.-Aegidius-Kirche inmitten von Wiedenbrück ist seit September 2017 eingerüstet. Bis Weihnachten soll die Baumaßnahme weitgehend abgeschlossen sein.