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Friedenslicht aus Bethlehem ist angekommen

Erstmals wurde es auf den Christkindlmarkt getragenAus der Geburtsgrotte in 100

Seit 25 Jahren wird das Friedenslicht aus Bethlehem am dritten Advent in über 100 Länder der Welt verteilt. Es wird in der Geburtsgrotte angezündet und dann verteilt. Erstmals wurde es nun zum Wiedenbrücker Christkindlmarkt gebracht und von dort aus weitergegeben. Eine schöne Geste, weil so auch viele Menschen erreicht wurden, die nicht zur Kirche gehen. „Ein Licht wandert durch die ganze Welt und alle die es entgegennehmen, haben das gleiche Ziel, nämlich dass endlich Frieden herrscht auf der Welt“, betonte Pfarrdechant Reinhard Edeler, der das Friedenslicht zusammen mit einigen Kindern aus dem Chor und Gemeindereferent Hartmut Lengenfeld von der Kirche auf dem Marktplatz brachte. Das Licht soll den Frieden bringen, die Menschen daran erinnern mit sich und anderen Frieden zu schließen und die Dunkelheit zu besiegen. Manch dunkler Winkel könne vielleicht damit erreicht werden und das Licht sei wie ein nettes Wort, ein Lächeln oder eine Liebeserklärung Balsam für die Seele, erklärte Edeler. Gemeinsam wurden noch einige Weihnachtslieder angestimmt, bevor jeder seine Kerze, auch wenn sie wetterbedingt vielleicht nicht so lange brannte, mit nach Hause nehmen konnte, um den Frieden in sein Heim einziehen zu lassen. Am Bahnhof in Rheda, wo wie an vielen anderen kleinen Bahnhöfen beim Halt schnell jemand mit dem Licht herausspringt, es den Wartenden weitergibt und dann zum nächsten Bahnhof fährt, standen in diesem Jahr Kommunionkinder aus Lintel. Sie brachten zur Sonntagsabendmesse das Licht in die Kirche, wo es der Pfarrdechant in Empfang nahm. „Es ist immer wieder ein schöner Moment, wenn das Licht ankommt, weil man spürt, dass es eine lange Reise hinter sich hat, es von dort ist, wo unser Glaube entstand und wie viele Menschen es erreicht“, betonte er. Es war in diesem Jahr ein Versuch, wie das Ritual auf dem Weihnachtsmarkt ankommt, doch war es bestimmt nicht das letzte Mal. Viele Besucher vergaßen für einige Minuten Geselligkeit und Glühwein und genossen den besonderen Augenblick.

W. Leskovsek