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3-Königs-Markt St. Vit

Generationsübergreifendes Erfolgsrezept

Drei-Königs-Markt in St. Vit, das ist Geselligkeit, Unterhaltung und ein generationsübergreifendes Erfolgsrezept. Zum 13. Mal in Folge fand vor der barocken Kirche das kleine, gemütliche Märktchen am Dreikönigswochenende statt und erfreute sich trotz feuchtkaltem Wetter über regen Zuspruch. Für die einen sind es die Turmbläser, die den Markt feierlich eröffnen und schließen, für die anderen die zahlreichen Darbietungen von Gruppen aus der Region und wieder andere mögen es, wenn die ökumenischen Sternsinger, die in diesem Jahr neben Pfarrer Marco Beuermann, Pastor Rüdiger Rasche und Pfarrer Aziz Esen auch noch durch deren Diakon Augin Yalzin verstärkt wurde. Sie spendeten den vielen Besuchern am Sonntagnachmittag den Segen für das neue Jahr und sangen gemeinsam mit allen das Lied der Sternsinger „Stern über Bethlehem“. Beuermann und Rasche betonten, wie intensiv in St. Vit der Zusammenhalt sei und deshalb würden sie immer wieder gerne kommen.

Am Morgen waren wieder zahlreiche Sternsingergruppen in St. Vit unterwegs und sammelten insgesamt 5.677 Euro für das diesjährige Projekt „Wir gehören zusammen- in Peru und weltweit“.

Organisatorin Angelika Kuhlenkemper freute sich sichtlich, dieses tolle Ergebnis verkünden zu können. Sie dankte allen, die gespendet haben und besonders den vielen Kindern und Jugendlichen, die am Morgen in den Gewändern losgezogen sind, um den Menschen den Segen zu bringen. Besonders schön fand sie, dass auch eine Gruppe junger Erwachsener, die bereits schon früher als Kinder dabei waren, Haushalte besuchten.

W. Leskovsek Der Höhepunkt des zweittägigen Marktes ist die Versteigerung des „Rauchenden Rolands“. Ein großer Gartenofen, der für ein Jahr ersteigert werden kann. Die Vorbesitzer auf Zeit in 2018 war die Nachbarschaftsgemeinde der Gottfried-Niermann-Straße.  Zunächst sah es am Sonntagabend so aus, als hätte niemand Interesse, Adoptiveltern für den Ofen in 2019 zu werden, doch das war Taktik. Familie Engemann bot zusammen mit dem amtierenden Thron aus Linzel, der schließlich den „Rauchen Roland“- der heißt übrigens so, weil der Erbauer mit Vornamen Roland heißt- für 410 Euro und zwei Kisten Bier für die Männer, die den Ofen aufstellen, erstand. Der Weg ist nicht weit, denn das Königspaar Matthias und Carola Ehrens wohnt nur einen Steinschlag von der St. Viter Kirche entfernt. Von da aus wird man den Ofen hoffentlich des Öfteren rauchen sehen. Der Erlös der Versteigerung fließt in den großen Topf, aus dem Projekte im Ort unterstützt werden, wie etwa die Renovierung des Küsterhaues. 1000 Euro bekommt traditionell der heimische Kinder garten, als Dankeschön dafür, dass die Eltern und Erzieherinnen während der zwei Tage unermüdlich die vielen Glühweintassen spülen. Gut angekommen ist das neue Schnäpschen „Scharfer Balthasar“, der mit einem Häubchen aus Schokosahne serviert wurde. Die frische Bratwurst aus der Riesenpfanne war wieder einmal der Renner. Dafür kommen die Besucher sogar von weit her. Pizza und Reibekuchen sowie frisch gebackene Waffeln am Sonntagnachmittag rundeten das kulinarische Angebot ab. Am Samstagabend waren es insbesondere die Heißgetränke wie das Fegefeuer oder das St. Viter Krönchen mit Rumkirsche und Sahnehäubchen, die unermüdlich über die Theken gingen.