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Heinrich Schnusenberg seit 40 Jahren Küster in Batenhorst

Seine Frau unterstützt ihn tatkräftig

Heinrich Schnusenberg war 45 Jahre alt, als ihn der damalige Pfarrer Johannes Wippermann fragte, ob er nicht Lust hätte Küster in Batenhorst zu werden. Die Entscheidung fiel dem gelernten Gärtner nicht schwer, weil seine Frau Hildegard und auch die beiden Kinder zu einhundert Prozent dahinterstanden. Das muss auch so sein, weil der Küster gerade am Wochenende in der Kirche ist, statt daheim beim Familienfrühstück. 

In diesem Monat übt er diese Tätigkeit 40 Jahre aus und das mit großer Leidenschaft. Küster sein ist für ihn auch gleichzeitig sein Hobby. Wenn der erste Weg von Heinrich Schnusenberg morgens in die gegenüberliegende Herz-Jesu Kirche führt, dann hat das einen guten Grund: Für den 85-Jährigen ist Kirche sein Leben. Dort begrüßt er den lieben Gott erst einmal, der bislang stets seine schützenden Hände über ihn gehalten hat, und schaut nach dem Rechten. Ein Ritual, dass zu seinem Leben dazu gehört, insbesondere seitdem er im Ruhestand ist. Und weil ihn die Küstertätigkeit mit Freude erfüllt, möchte er auch auf jeden Fall noch weiter machen, solange es seine Gesundheit zulässt.

So ein bisschen l W. Leskovsekiegt es auch im Blut derer von Schnusenberg, weil schon sein Vater das Amt von 1961 bis 1970 ausgeübt hat. In der Kirche fühlt sich Heinrich Schnusenberg wohl. Dort findet er Ruhe, da ist sein Reich. Oft ist seine Gattin Hildegard dabei an seiner Seite. Sie kümmert sich um den Blumenschmuck, um die Kirchenwäsche und darum, dass alles blitzt im Gotteshaus von Batenhorst.  Schnusenberg wird durch seine ruhige und sehr nette Art von allen Vereinen und Verantwortlichen in der Herz-Jesu-Gemeinde, die zum Pastoralverbund Reckenberg gehört, geschätzt. Sei es von den Jüngsten aus der Kita Christophorus, die ihn gerne Opa Heini nennen, den Jugendlichen, die dort häufig in der Kirche mit ihrer Band „Immer anders“ auftreten, oder den Senioren, die auch gerne mal ein Pläuschchen halten. Er hat für alle Verständnis und stets ein offenes Ohr. „So sollte man auch sein als Küster“, meinte er schmunzelnd. Fast tagtäglich klingelt jemand bei ihm an der Tür um den Schlüssel zu holen oder Dinge abzusprechen. Das sei für ihn keine Last, sondern eine schöne Aufgabe, erzählt er. Er liebt es, mit den Menschen zu reden und immer mittendrin zu sein. Das Ehepaar ist fest verwurzelt in der Gemeinde. Durch den Pfarrgemeinderat, die Frauengemeinschaft oder die Domverteilung bis vor einigen Monaten. Durch seine Tätigkeit als Gärtner legt Schnusenberg auch hier und da in den Beeten rund um die Kirc W. Leskovsekhe Hand an.

Wenn Heinrich Schnusenberg die letzten 40 Jahre Revue passieren lässt, dann denkt er nicht an Arbeit, Last oder das frühe Aufstehen am Sonntag, auch wenn es am Samstagabend mal später geworden ist. Er denkt an eine schöne Tätigkeit und besonders die Messdiener, denen er vor den Gottesdiensten in die Gewänder hilft, liegen ihm am Herzen. Wenn er mal krank ist, übernimmt seine Hildegard die Aufgabe und wenn sie mal gemeinsam Urlaub machen, springt Klaus Woidich ein. Sein Wunsch für die Zukunft: Gesundheit und immer was zu tun haben. Wer rastet der rostet, lautet seine Devise. Solange es geht, möchte er Küster in Batenhorst bleiben.