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Gottesdienst-Vielfalt in Langenberg entdecken und entwickeln

Am 4. November im Lambertushaus

Auch in Zukunft sollen samstagsabends die Kirchentüren offenstehen, wenn auch nicht mehr für die klassischen Vorabendgottesdienste, sondern für Wortgottesdienste im weitesten Sinne. Jetzt werden Ideen gesucht und Menschen, die sich einbringen möchten.

Die Kirche verändert sich zunehmend. Gerade erst musste Pfarrdechant Reinhard Edeler verkünden, dass es im Pastoralverbund Reckenberg in Zukunft in Langenberg keinen Vorabendgottesdienst mehr geben wird. Der Grund ist, dass die Franziskanerbrüder Wiedenbrück in Kürze verlassen. Sie waren bislang den drei Geistlichen im Pastoralverbund eine wertvolle Unterstützung. In Langenberg hat man sich jedoch schon frühzeitig mit der Thematik beschäftigt. So gibt es schon seit einigen Jahren alle vier Wochen eine Wort-Gottes-Feier die Beate Roth, Georg Linnenbrink und Susanne Vering gestalten. Nämlich immer dann, wenn sie einen Vorabendgottesdienst im Monat an St. Vit abgegeben haben.

Die Langenberger sehen die nun neue Situation als Chance, Menschen mit ins Boot zu holen, die sich vorstellen könnten Wortgottesdienste zu gestalten.

Gemeindereferentin Claudia Becker, Diakon Karl-Heinz Klaus, Kirchenmusiker Roland Orthaus, Gemeindeassistentin Jessica Plaßwilm und Beate Roth vom Pfarrgemeinderat laden als Projektteam

am Montag, 4. November 2019 um 19.30 Uhr zu einem offenen,                     unverbindlichen Treffen ins Lambertushaus ein.

W. Leskovsek

Angesprochen fühlen sollen sich Menschen, die Interesse an der Gestaltung von Gottesdiensten unterschiedlichster Formen haben. Sei es eher spielerisch für die Jüngsten der Gemeinde, modern mit den Jugendlichen, musikalisch geprägt, spirituell oder in Richtung Taizé, als Vesperandacht, als Spätschicht, als Feierabendandacht, als Rosenkranzgebet, für die Senioren oder für alle Genrationen gleichermaßen. Auch völlig Unerfahrene sind herzlich willkommen, weil sie oft neue Sichtweisen mitbringen. „Da gibt es so viele Ideen und Möglichkeiten, die wir nun ausschöpfen möchten“, erklärt Gemeindereferentin Claudia Becker. Die Vielfalt der Bedürfnisse der Menschen sei in den letzten Jahrzehnten größer geworden. Und so ist es sinnvoll die Angebote, die eine Kirchengemeinde machen kann, entsprechend zielgerichteter vielfältig zu gestalten, fügt sie hinzu. Jede Idee und Unterstützung sei willkommen.

Auch die Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde ist den Initiatoren weiterhin sehr wichtig. Zusätzlich zu dem Treffen sind alle eingeladen, die Mitglieder des Gottesdienste–Kreises jederzeit anzusprechen, Ideen einzubringen, sich oder unterstützend mitarbeiten. „In der regelmäßigen Chorarbeit unserer vier Lambertuschöre und in Gesprächen mit Menschen der Gemeinde spüre ich immer wieder wie groß das Bedürfnis nach Spiritualität ist und wie sehr unser christlicher Glaube echter Halt in Gemeinschaft sein kann. Sowohl bei Menschen, die der Kirche als Glaubensgemeinschaft nahe stehen wie auch ursprünglich sehr Fernstehenden,“ so die Erfahrung von Kirchenmusiker und Chorleiter Roland Orthaus. Er meint sogar, dass das ist in den letzten zehn Jahren stärker geworden ist. Wichtig sei es, die Berufungen der Menschen zu stärken und zu intensivieren.