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10 Jahre Handarbeitskreis der KFD St. Aegidius

Erls geht an soziale Projekte

Wenn sich sieben Frauen- das ist der Handarbeitskreis der KFD St. Aegidius- alle vierzehn Tage dienstags zum Stricken treffen, dann machen sie das nicht nur, weil sie gerne mit den Nadeln klimpern und dabei plaudern können, sondern in erster Linie um Gutes zu tun. Sämtliche Erlöse ihrer verkauften Produkte werden gespendet. Ihre handgestrickten Socken sind der Renner von der Babygröße bis hoch zu Schuhgröße 47. Aber auch andere Dinge wie Mützen- und Schalsets, Dreieckstücher und Babysachen werden immer wieder gerne bei den Damen erworben. Einmal im Jahr bieten sie ihre Sachen auf einem Basar, der am Samstag, 23. November 2019 von 9 bis 16 Uhr im Aegidiushaus stattfindet, an. In diesem Jahr sollten sich auch junge Menschen auf den Weg dorthin machen, weil der Handarbeitskreis alles andere ist als ein Frauenstrickclub. Sie sind innovativ unterwegs und schauen immer, was gerade angesagt ist. Und derzeit sind es ganz klar handgefertigte Alternativen zum Wegwerfspültuch, zum Abschminkpad aus Watte zur Wegwerf-Stilleinlage oder zur Tüte. „Wir fertigen schon seit geraumer Zeit gehäkelte Abschminkpads zum Wiedergebrauch, stricken Spüllappen und fertigen Einkaufsnetze an“, erzählt Bärbel Schlepphorst. Junge Menschen würden heute Alternativen suchen. Alles sei aus reiner Baumwolle gefertigt und könne bei 60 Grad gewaschen werden. Auch junge Mütter würden gerne die genähten Stilleinlagen benutzen oder würden gehäkeltes Babyspielzeug bevorzugen, statt der sonst üblichen aus Plastik oder Polyestermaterial. All das gibt es auf dem Basar zum kleinen Preis zu erwerben. Der Erlös geht komplett an soziale Projekte wie die Ghana-Hilfe und die Caritas vor Ort, zur Unterstützung bedürftiger Familien. Was am Basartag übrig bleibt, geht in den Afrika-Stand der St. Aegidiusgemeinde auf dem Christkindlmarkt. „Dort haben wir nie genug gestrickte Socken“, meint Elisabeth Hoffmann, die unermüdlich die Nadeln klappern lässt, während sie erzählt. Dreißig Paar kommen alleine schon von ihr jedes Jahr zusammen. Zudem Stricken die Damen noch Babymützen und kleine Decken für die Frühgeborenen Station in Ghana. Da es dort keine Wärmebetten gibt, müssen die Kleinen warm eingepackt werden und dafür sind die kleinen Mützen unerlässlich.

W. Leskovsek

 

 

 

                                                                                                                                                                                                             In den zehn Jahren seit Bestehen der Gruppe wurden neben den gespendeten Babymützen durch den Verkauf ihrer Waren rund 7000 Euro für soziale Zwecke erwirtschaftet und eins zu eins gespendet. Oftmals bekommen sie Wolle und Stoffe gespendet, manchmal kaufen sie aus einem Teil der Erlöse neue Wolle oder es finden sich auch schon mal Sponsoren. „Uns macht es Spaß und wir haben bei unserer kreativen Tätigkeit das gute Gefühl, dass unsere Produkte auch getragen werden und es nicht nur eine Freizeitbeschäftigung ist, sind sie sich einig.