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"Wann immer die Sonne lacht..!"

Vorabendmessen auf dem Aegidius-Kirchplatz

 

Wir laden zu den Vorabendmessen im Frühling und Sommer am Samstag
rund um den „Zehn Gebote Stein“
auf dem Kirchplatz ein!


Hl. Messe jeden Samstag
bei entsprechender Witterung
 17.30 Uhr
auf dem Kirchplatz St. Aegidius

Bei „anderem“ Wetter
(denn schlechtes Wetter gibt es nicht)
feiern wir die Eucharistie in der Aegidiuskirche!

 

 

 

 

Nicht hochsommerlich warm, aber schön dezent blitzte die Sonne durch den Wolkenhimmel, die Glocken läuteten und nach und nach kamen die Gläubigen zum Kirchplatz um das Sakrament der Eucharistie im Rahmen der Vorabendmesse unter freiem Himmel zu feiern. „Unter dem Motto: „Wann immer die Sonne lacht“ sollen diese Messen unter Gottes Himmel immer dann gefeiert werden, wenn das Wetter es zulässt. Der Grund liegt auf der Hand: Es ist deutlich entspannter und ungezwungener als im geschlossenen Kirchenraum. Ohne Mundschutzmasken, mit natürlichem Abstand, den jeder so bestimmen konnte, wie er ihn für richtig hielt und mit Gesang- das tat einfach mal wieder gut. Jeder Besucher nahm sich einen Klappstuhl und setze sich dorthin wo er mochte. Es fühlte sich ein wenig an wie bei den Messen der Sommerkirche, die es in den letzten Jahren in den Sommerferien gab. Gottesdienste wurden dabei an besonderen Orten gefeiert vom Fußballplatz über den Bauernhof, von der Brauerei bis hin zum Blumenhaus.

Pfarrdechant Reinhard Edeler kam mit einer sehr kleinen Abordnung aus der Sakristei. Küsterin Barbara Löckener ging ihm zu Hand, weil Ministranten aufgrund der Auflagen derzeit nicht erlaubt sind, und Kantor Jürgen Wüstefeld stand am Piano.

„Wie schön ist es, dass wir alle zusammen endlich wieder singen dürfen“, freute sich Edeler, der sichtlich froh war, mal wieder einen Gottesdienst ohne große Einschränkungen feiern zu können.

In seiner Predigt sprach er über die Normalität. Vor einigen Wochen noch hätte niemand gedacht, dass es für uns alle normal sein würde Abstand zu halten, keine Hände mehr zu schütteln, gute Freunde nicht mehr zu umarmen und Mundschutz zu tragen. Er fand den Bogen zu Gott, der für uns am Kreuz gestorben ist und stellte die Frage ob es uns noch berührt oder ob es für uns normal ist, dass das passiert sei. In Wochen wie diesen könne man gut über solche Dinge nachdenken und vielleicht auch mal einen Augenblick an einem Wegkreuz stehenbleiben und über Gott zu staunen. Über Alltägliches staune niemand wie die Kirchenglocken einer anderen Kirche, die seine Predigt untermalten, oder über die Natur, die mit aller Kraft gerade auf sich aufmerksam macht oder aber auch darüber, dass wir einen Partner an unserer Seite haben, mit dem wir glücklich sind. Staunen würde man vielmehr über das was unnormal ist. „Beten wir gemeinsam darum, dass in unseren Herzen niemals die Langeweile der Normalität aufkommen möge und dass wir auch mal wieder über Dinge Staunen können, die für uns normal geworden sind“, betonte er.

Nur zur Kommunion gab es dann doch wieder einige Vorschriften einzuhalten. Es wurde eine Plexiglaswand aufgebaut, der Pfarrdechant desinfizierte sich die Hände und legte einen Mundschutz an. Die Gläubigen reihten sich im erforderlichen Abstand nacheinander ein und empfingen die Kommunion.

W. Leskobvsek Aber sonst war es einfach zum Stauen „normal“.