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Gremien bestürzt: Pastor Rüdiger Rasche geht in 2022

Paderborn möchte den egagierten Pastor gerne haben

(wl). Das, was alle wussten, aber immer verdrängt haben, nämlich die Tatsache, dass bis 2024 ein weiterer Geistlicher den Pastoralverbund Reckenberg verlassen muss, ist nun eingetreten. Das Erzbistum Paderborn hat Pastor Rüdiger Rasche eine Stelle in Paderborn Süd angeboten, die er Mitte nächsten Jahres antreten wird. Pfarrdechant Reinhard Edeler und Pastor Rüdiger Rasche haben die Mitwirkenden der verschiedenen Gremien, sowie die Mitglieder des Finanzausschusses im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung in der St. Piuskirche darüber informiert. „Sie sind unsere Multiplikatoren und sollen diese für uns alle nicht gerade erfreuliche Nachricht in die Gemeinden weitertragen“, bat Edeler die Anwesenden um konstruktive Mitarbeit. Dass der Weggang von Rüdiger Rasche auch maßgebliche Veränderungen mit sich bringt, ist selbstredend.

Wenn er im nächsten Jahr geht, dann haben innerhalb von zwei Jahren gleich vier Geistliche den Pastoralverbund verlassen. Damit meinte Edeler die drei Franziskanererbrüder, die seit Sommer 2020 nicht mehr vor Ort sind. „Was es für Veränderungen geben wird, das haben wir zwar schon vor längerer Zeit überlegt und erste Pläne liegen auch schon in der Schublade, weil wir vorbereitet sein mussten. Wie es jedoch in der Praxis aussehen wird, werden wir in den nächsten Wochen gemeinsam erarbeiten“, so Edeler. Es gilt, nun selbst Gemeinde der Zukunft zu gestalten, damit diese nicht noch mehr von außen gestaltet wird. Die Mitarbeit der Ehrenamtlichen sei so wichtig wie nie. Edeler wird in der nächsten Zeit intensive Gespräche mit den Gremien und Verantwortlichen führen um entsprechende Konzepte zu erarbeiten.

Rüdiger Rasche würde auf jeden Fall eine große Lücke hinterlassen, weil er als Priester so nah am Menschen sei, wie es wohl kaum einer vor ihm war, derzeit ist, oder in Zukunft sein wird. Dafür gab es Applaus von den Anwesenden.

Rasche selbst betonte, dass er sehr überrascht gewesen sei, als der Anruf aus Paderborn kam. Er würde gerne bleiben, weil er die Gemeinde und die Menschen im Pastoralverbund Reckenberg mag, richtig gute Freundschaften geschlossen hätte und gerne hier alt geworden wäre. Tröstlich sei für ihn, dass es Paderborn ist, eine Stadt, die er bereits durch sein Studium gut kennt und die nicht zu weit weg ist von Rheda-Wiedenbrück. Er sei nun mal ausgesucht worden und dagegen könne er nicht viel machen. Die Tatsache, dass er gehen muss, sei klar. Deshalb habe er zugesagt. Wenn 2022 die Pfardechanei in Wiedenbrück zu zwei Dienstwohnungen der verbleibenden Geistlichen umgebaut ist, wird er nicht mit einziehen, sondern seine Koffer packen.

W. Leskovsek Die ehrenamtlichen Gremienvertreter*innen waren bestürzt, weil sich niemand vorstellen kann, wie es ohne Rüdiger Rasche funktionieren kann.