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Die Zukunft von St. Pius muss gemeinsam geklärt werden

Wagen statt Klagen

Das was alle wussten, aber immer verdrängt haben, nämlich die Tatsache, dass bis 2024 ein weiterer Geistlicher den Pastoralverbund Reckenberg verlassen muss, ist nun eingetreten. Das Erzbistum Paderborn hat Pastor Rüdiger Rasche eine Stelle in Paderborn Süd angeboten, die er Mitte nächsten Jahres antreten wird. Dass der Weggang von Rüdiger Rasche auch maßgebliche Veränderungen mit sich bringt, dass ist selbstredend. Wenn er im nächsten Jahr geht, dann haben innerhalb von zwei Jahren gl St. Pius eich vier Geistliche den Pastoralverbund verlassen und somit das Team von sechs auf vier Hauptamtliche reduziert „Was es für Veränderungen geben wird, das haben wir schon vor längerer Zeit überlegt und erste Pläne liegen auch schon in der Schublade, weil wir vorbereitet sein mussten. Wie es jedoch in der Praxis aussehen wird, werden wir zusammen mit den Gremien in den nächsten Wochen gemeinsam erarbeiten“, so Edeler. Es gilt nunmehr die Zukunft selber zu gestalten, damit diese nicht noch mehr von außen gestaltet werde. Die Mitarbeit der Ehrenamtlichen sei so wichtig wie nie. „Wir müssen jetzt zielführend und mit klarem Kopf gemeinsam das Beste erreichen ohne Egoismen und Emotionen“, so der Pfarrdechant.

Sicher sei schon jetzt, dass es nach dem Weggang von Rüdiger Rasche nur noch einen Samstagsabendgottesdienst in St. Pius geben kann und sonntags keinen Gottesdienst mehr. Dafür reicht das Personal nicht. Ob es sich jedoch lohne, für nur eine Messe in der Woche die Kirche weiter in dieser Form zu unterhalten, müsse man sehen. Es gäbe schon erste Ideen, wie eine andere Form von Gottesdiensten, moderner, offener, vielleicht mal ein spirituelles Rudelsingen oder aber auch eine intensivere Nutzung durch Jugendliche sei vorstellbar, erklärt Pfarrer Reinhard Edeler. Pius ist die jüngste Kirche im Pastoralverbund Reckenberg, die seinerzeit gebaut wurde, weil sich Wiedenbrück in Richtung Süd-Westen enorm ausgeweitet hat. Jetzt wird die Zahl der Gemeindeglieder wieder weniger, so dass man durchaus auch die Messen in St. Aegidius nutzen könnte.  

Rüdiger Rasche wird eine große Lücke hinterlassen, weil er als Priester so nach am Menschen ist, wie es wohl kaum einer vor ihm war, derzeit ist, oder in Zukunft sein wird.

W. Leskovsek Wenn Mitte des Jahres 2022 das Verwaltungsgebäude in Wiedenbrück mit zwei Wohnungen für die Geistlichen renoviert ist, wird Pastor Rasche nicht mit einziehen, sondern seine Koffer packen.