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Erste Marienwoche Wiedenbrück fand großen Anklang

Erfolg ist keiner der Namen Gottes!

„Erfolg ist keiner der Namen Gottes!“ Ein wahrlich interessanter Satz des jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber (1878–1965), der gerne gerade von Hauptamtlichen in der Pastoral der Kirche zitiert wird, wahrscheinlich um sich gegen den Frust zu wappnen, der sich irgendwann unweigerlich einstellt, wenn sich trotz aller Bemühung wieder nur eine überschaubare, kleine Zahl an Gläubigen zu diversen Angeboten einfindet. Und sicherlich, Gott lässt sich nicht in einen ökonomischen, wirtschaftlichen Erfolgsbegriff pressen; das beweist der Blick aufs Kreuz, der Blick auf den Leichnam des Gottessohnes im Schoße seiner Mutter Maria. Doch selbst wenn Erfolg keiner der Namen Gottes ist, heißt das nicht, dass er keine Freude hat, wenn der Rückblick auf eine pastorale, liturgische Initiative eigentlich nur ein Resümee zulässt: Es war erfolgreich! Der Erfolg der „Ersten Marienwoche Wiedenbrück“, die vom 15.August, dem Fest Mariä Himmelfahrt bis zum Fest Maria Königin am 22. August in der Marienkirche Wiedenbrück gefeiert wurde, ist unbestreitbar. Die Marienkirche war unter den gegebenen Corona Vorgaben zum Eröffnungs- und Abschlusshochamt bis auf den letzten Platz mit Gläubigen gefüllt und auch die Marienämter an den Werktagen sowie die Andachten und Mediationsgottesdienste waren gut besucht. „Es war sehr berührend, zu erleben, wie emotional dicht die Zeremonien der Krönung des Wiedenbrücker Gnadenbildes, der Schmerzhaften Mutter, die nah an die Gläubigen herangerückt war, und die Weihe an die Gottesmutter von den Gläubigen erlebt wurde“, berichtet Pfarrdechant Reinhard Edeler.

Bultmann Die Intention, die er mit der Marienwoche verbinde, die Wallfahrtstradition in Wiedenbrück neu ins Bewusstsein zu rücken und zu beleben, sei mehr als erfüllt worden. Der so wichtige ästhetische Rahmen, sei es die wunderschönen Altarantependien mit ihren marianischen Gebetsrufen, der Blumenschmuck, oder die besonderen liturgischen Gewänder aus dem reichen Fundus der Marienkirche, der durch Angela Bultmann, Küsterin der Marienkirche, liebevoll und mit großem zeitlichen Aufwand geschaffen wurde, ergänzten die besonderen Feiern der diversen Marienämter und Andachten. Auch die Orgelmusik von Jürgen Wüstefeld und Josef Linnenbrink prägten die Woche zum besonderen spirituellen Erlebnis. Nicht zuletzt gilt es den Ministranten aus Lintel zu danken, prägt das Dorf Lintel doch eine besondere Verbindung zur Marienkirche. Rückblick ist immer auch Ausblick; die Ankündigung, die Pfarrdechant Reinhard Edeler am Ende des Abschlusshochamtes aussprach, die Marienwoche Wiedenbrück sicherlich auch in 2022 und darüber hinaus zu feiern, wurde von den Gläubigen mit intensivem Beifall aufgenommen. Es sei nicht gewagt, nach der ersten Marienwoche die These aufzustellen, dass viele Menschen sich nach Formen der Liturgie sehnen, die im schönsten Sinne des Wortes, das Herz berühren, so Edeler. Und die Reflexion wird in die Planung der nächsten Marienwoche einfließen, denn in diesem „neuen“ und doch so traditionellem „Format“ steckt noch eine Menge an Potential, das es zu bergen und zu beleben gilt. Es gibt noch so manche Idee, dafür zu sorgen, dass es immer wieder heißen möge: „Schmerzhafte Mutter, Maria Königin, Gnadenmutter von Wiedenbrück – Bitte für uns!“