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Wilhelm Baumhus unterstützt Begräbnisdienst

Ein Brückenbauer zwischen St. Aegidius und St. Pius

Wilhelm Baumhus wurde nun offiziell vom Bischof beauftragt, als Ehrenamtlicher für den kirchlichen Begräbnisdienst den Pastoralverbund Reckenberg zu verstärken. Den Gottesdienst hat Pastor Rüdiger Rasche in St. Pius zelebriert und Pfarrdechant Reinhard Edeler hat die Beauftragung mit Segnung übernommen. Er segnete ihn, überreichte ihm das Beerdigungsbuch sowie ein Taschenweihwasserkästchen für seine neue Tätigkeit. „Wir sind sehr glücklich, dass wir Wilhelm Baumhus bei uns begrüßen können und freuen uns auf seine Unterstützung“, betonte der Pfarrdechant.

In seiner Predigt hat Rasche den Werdegang des 66-Jährigen ein wenig beleuchtet. Als gebürtiger Wiedenbrücker war er Messdiener in St. Ägidius. Eine Aufgabe, die er bis heute nie ganz aufgegeben hat, weil er bei besonderen Anlässen, wie der Kreuztracht, auch immer noch im Messdienergewand dabei war. Baumhus gehört auch zu den Seniorenmessdienern, die Beerdigungen übernehmen. Als er dann aus der Innenstadt an den Stadtrand in die St. Piusgemeinde gezogen ist, hat er sich auch dort zusammen mit seiner Ehefrau Hildegard engagiert.

Dort übernimmt er jetzt auch einige Küsterdienste. „Wilhelm Baumhus ist ein Brückenbauer zwischen Ägidius und Pius“, betonte Rasche, der auch privat mit Baumhus befreundet ist. So lag es nahe, dass er ihn nach dem Eintritt in den Ruhestand angesprochen hat, ob er sich auch den Begräbnisdienst vorstellen kann. Er hat zugestimmt und den Ausbildungskurs vom Bistum in Elkeringhausen besucht. Pastor Rüdiger Rasche war sein Mentor und hat ihn begleitet auf seinem Weg. Baumhus liegt seine Geburtsstadt und auch die Menschen am Herzen. So ist er auch Stadtführer und auch schon mal mit der Rikscha unterwegs.

„Tote begraben“ und „Trauernde trösten“ gehören zu den Werken der Barmherzigkeit, zu denen grundsätzlich jeder Getaufte berufen ist. Eine Beauftragung zu diesem Dienst ist an die „Taufberufung“ gekoppelt. Erzbischof Hans-Josef Becker wünscht sich für das Erzbistum Paderborn neben Gemeindereferenten ausdrücklich auch Gläubige außerhalb der pastoralen Berufe und beauftragt sie als Ehrenamtliche für den kirchlichen Begräbnisdienst.

Info: Pro Jahr werden im Pastoralverbund rund 200 Menschen beerdigt. Eine Zahl die ziemlich konstant ist. Bislang hat Pastor Rüdiger Rasche fast die Hälfte übernommen. Doch er wird nun den Pastoralverbund verlassen und nach Paderborn gehen. Deshalb ist es wichtig, dass ausrechend Ehrenamtliche gefunden werden, die sich berufen fühlen, dieses Amt auszuüben.