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Verabschiedung Pastor Rüdiger Rasche vom Pastoralverbund Reckenberg

Mann des Volkes wird nun in Paderborn gebraucht

 

„Du hast uns mit dem Herzen gezeigt, was Glauben heißt“, betonte Bürgermeister Theo Mettenborg am Sonntagvormittag beim feierlichen Verabschiedungshochamt für Pastor Rüdiger Rasche. Mit dieser Aussage war der Bürgermeister nicht alleine. Sämtliche Ansprachen und Dankesreden beinhalteten diese besondere Eigenschaft des Pastors, der am Tag genau vor 29 Jahren zum Priester geweiht wurde. Pastor Rasche wurde nach Paderborn versetzt. Nicht ganz freiwillig, aber einer der drei Geistlichen aus dem Pastoralverbund Reckenberg wäre im Zuge der Personalstraffung in den nächsten Jahren eh versetzt worden. Dass es so schnell und überraschend kam, damit hatte niemand gerechnet. Rasche hatte in St. Pius eine Heimat gefunden. Er kannte alle Gemeindemitglieder, hat viele Familien in guten und in schlechten Zeiten betreut, war ein Freund der Schützen und der Karnevalisten, stand gerne auch mit den Menschen an der Theke und hörte gerne zu. Holger Kardinahl, Vertreter des Pfarrgemeinderates, des Kirchvorstandes und sämtlicher Gremien der St. Piusgemeinde, meinte, dass Rasche sich, als er vor 14 Jahren kam, die Piusgemeinde auf eine positive Art zu Eigen gemacht hätte. W. Leskovsek

In St. Pius findet gerade ein Umbruch statt. Das Gotteshaus am Südring soll in veränderter Form weiter genutzt werden. „Wir bleiben aber eine Gemeinde. Vielleicht anders als bisher und dass unser Pastor gehen muss, ist einfach nur doof, aber wir werden weiterhin die charmante, junge und lebendige Piusgemeinde sein“, betonte Kardinahl. Als einen guten Partner an seiner Seite wusste Rasche immer seinen Kollegen der evangelischen Versöhnungsgemeinde, Pfarrer Marco Beuermann. Gemeinsam haben sie die Ökumene nach vorne gebracht. Sie waren als Heilige Drei Könige unterwegs, haben den jährlichen Biker-Gottesdienst und Schulgottesdienste gefeiert, Schützenfeste begleitet und im letzten Jahre sogar einen digitalen Schützengottesdienst abgehalten. Bei einem Besuch im Stadthaus als Heilige drei Könige haben sie mit dem qualmenden Weihrauchfass sogar einmal einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. „Eine Geschichte, an die ich mich gerne erinnere und die zeigt, dass wir durchaus nicht nur durch den Glauben verbunden waren, sondern auch gerne zur Freude beigetragen haben“, meinte Beuermann.

 

 

 

 

 

 

Pfarrdechant Reinhard Edeler sagte, dass er einen Heidenrespekt vor dem hätte, was nun ohne Pastor Rüdiger Rasche, als Jemanden der nie nein sagen konnte, passiert. „Deine an Frömmigkeit gespeiste, heitere Gelassenheit wird uns allen im Team fehlen“, meinte er. Er sprach von einem guten Team, was schnell gelernt hätte so zu arbeiten, dass alle zufrieden sind. Jetzt würde einer fehlen. Das pastorale Team bedankte sich mit einem humorvollen Mäusetheater, bei dem klar wurde, dass die Lücke, die Rasche hinterlässt, groß ist. Zur Melodie von „Der da“ hatten sie einen humorvollen Text geschrieben, in das er am Ende klatschend mit einstieg. Für die musikalische Begleitung waren beim Festgottesdienst der gerade neu gegründete Kirchenchor aus St. Pius und St. Aegidius, Matthias Köpp von der Gruppe M.A.U. und die Gruppe „Immer anders“ verantwortlich sowie auch Organist Wilfried Göckede.

Rasche selbst bedankte sich am Ende bei allen Menschen, die er in vielfältigen Situationen und Begegnungen begleiten durfte, entschuldigte sich für alles, was vielleicht nicht gut oder zu salopp daher gesagt war und dankte auch Diakon Thomas Huneke für eine sehr schöne Predigt, seinem Team für die gute Zeit und lud alle ein, gemeinsam mit ihm bei Bratwurst und kühlen Getränken auf dem Vorplatz noch zu verweilen. Auch wenn er als Pastor weiß, dass man versetzt werden kann, gab er zu, hier richtig heimisch geworden zu sein. „Zum Glück ist Paderborn ja nicht zu weit entfernt, so dass man sich auch bei wichtigen Anlässen auf jeden Fall noch besuchen kann“, meinte er. Das Team schenkte ihm eine Kerze, gestaltet mit dem Motiv des Emmausgang als Erinnerung an schöne, fruchtbare und freundschaftliche 14 Jahre.

Verabschiedung in Lintel:

B. Hansmeier