Die beiden Kolpingsfamilien:Wiedenbrück, gegründet vor 148 Jahren, und Rheda, geründet vor 128 Jahren, gehen nun gemeinsame Wege. Jüngst fand die Fusionsversammlung im Saal des Aegidiushauses mit etwas über 50 Teilnehmern statt. „Kolpingsfamilie Rheda-Wiedenbrück“ heißt die neu gegründete Gemeinschaft, die nunmehr auf rund 300 Mitglieder blicken kann. Als eine vorausschauende und zukunftsweisende Entscheidung lobte Dietmar Esken vom Bezirksvorstand die Fusion. „Was ihr hier macht, ist ein Geschenk an die Menschheit“, betonte er. Ein gesunder etwas in die Jahre gekommener Verband, damit meinte er Wiedenbrück, trifft auf einen jungen aufstrebenden Verband (Rheda) und gemeinsam sei man nun sehr gut aufgestellt und könne den Gedanken von Adolf Kolping, Menschen zusammenzubringen, Impulse zu geben und ein gutes Umfeld zu schaffen,leben. Er war auch sehr erfreut darüber, dass beide Kolpingsfamilien in ihren Generalversammlungen zuvor auf durchweg offene Ohren und Verständnis gestoßen sind. Vor der Wahl des neuen Vorstandes erläuterte Birgit Kersting, dass eine Satzung erforderlich war. Man hätte sich jedoch weitestgehend an den Vorschlag des Verbandes gehalten. Geeinigt haben sich die beiden bisherigen Verantwortlichen auf ein Vorstandsleitungsteam mit drei gleichberechtigten Personen, um flexibel zu sein. „Wir möchten vieles im Team regeln“, betonte sie. Da seien sich alle einig gewesen. Zum neuen Vorstandstrio gehören Birgit Kersting, die bereits in Rheda schon im Vorstand mitwirkte, Reinhard Stickling aus dem ehemaligen Vorstand Wiedenbrück und Julia Witte aus der Rhedaer Kolpingsfamilie, die neu in der Vorstandsarbeit ist, sich aber darauf freut, etwas zu bewegen. Die geistliche Leitung übernimmt Helma Pohlmann. Präses ist Pfarrdechant Reinhard Edeler. Zum Schriftführer wählte die Versammlung Christian Hofmann. Kassiererin ist Annette Rüsenberg und Bernhard Gretenkort ist ihr Stellvertreter. Bis Ende Juni bleiben die beiden Familien noch eigenständig und ab dem 1. Juli geht man dann gemeinsame Wege. Es sollen Arbeitsgruppen gegründet werden, die sich mit Themen wie Jugend, junge Familien, Mitgliederbetreuung, Festivitäten, Senioren und anderen Dingen beschäftigen. Am ersten Adventswochenende ist die erste gemeinsame Wochenendfahrt nach Husum geplant.
Die Wiedenbrücker sind seit über 20 Jahren im Besitz einer eigenen Stiftung. Diese Adolf-Kolping-Stiftung bleibt erhalten und steht ab Juli der neuen fusionierten Gemeinschaft zur Verfügung. Reinhard Stickling ist Vorsitzender der Stiftung. Gefördert werden aus den Stiftungserträgen soziale Projekte, aber auch Vorhaben innerhalb der Kolpingsfamilie wie beispielsweise für die Jugendarbeit. Birgit Kersting, die zuvor noch Michael Hofmann und Dieter Berhorst sowie Norbert Milchers, die bislang aktive Vorstandsmitglieder waren und nun in die zweite Reihe zurückgetreten sind, verabschiedete, betonte, dass sie sich über den Meilenstein freut, der nun gesetzt wurde. Sie sei sehr zuversichtlich, dass sie alle gemeinsam eine lebendige Gemeinschaft werden. „Unsere Mission ist es, Orte der Gemeinschaft und des Miteinanders zu schaffen, an denen Menschen sich einbringen, voneinander lernen und gemeinsam etwas bewegen können. Dabei begleiten wir einander in verschiedenen Lebenssituationen, fördern Austausch und Bildung und setzen uns für ein solidarisches Miteinander in unserer Stadt ein“, erläuterte sie den Grundgedanken Adolf Kolpings.
Sie führen die Kolpingsfamilie Rheda-Wiedenbrück in die Zukunft. Helma Pohlmann, Julia Witte, Birgit Kersting, Annette Rüsenberg, Christian Hofmann, Reinhard Stickling.