Der Pastoralverbund Reckenberg lädt zur traditionellen Marienwoche ein. Bereits zum sechsten Mal wird diese Woche in Verantwortung für die Tradition, die die Franziskanerbrüder eingeführt haben, gelebt. Die St. Aegidius Gemeinde hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Marienverehrung und die Wallfahrt zum Gnadenbild neu zu denken. Beginnend mit dem Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel am 15. August, werden in der Marienwoche für alle Interessierten aus der Stadt, aber auch aus dem Umland Angebote verschiedener Ausprägung geboten.
W. Leskovsek
Am 8. Dezember 2024 Jahres wurde der letzte Gottesdienst in der Marienkirche gefeiert und das seit Jahrhunderten verehrte Gnadenbild der Schmerzhaften Mutter von Wiedenbrück ist umgezogen in die Aegidiuskirche. Der Umzug hat den Feierlichkeiten keinen Abbruch getan. Das Gnadenbild hat einen guten Platz in der Pfarrkirche gefunden und „es kommen täglich Menschen um sie zu besuchen“, betont Küsterin Angela Bultmann, die mit Pfarrdechant Reinhard Edeler und Kantor Christian Ortkras die Woche inhaltlich vorbereitet und mitorganisiert. Für Edeler persönlich sei diese Woche spirituell zur wichtigsten Zeit des Jahres geworden, weil es der Seele guttue, mit allem zur Gottesmutter zu kommen und das in sehr verschiedenen Formen, vom festlichen Hochamt, über musikalische Annäherungen bis hin zur Prozession. „Es ist Eucharistie, Kultur, Meditatiom, Gemeinschaft und einfach mal eine Zeit, fromm sein zu dürfen“, betont Edeler, der sich nach seiner Erkrankung wieder zurück ins Leben kämpft und dem Herrgott dankt, dass er beim Eröffnungshochamt am Sonntag, 15. August, sowie auch beim Krönungshochamt am 23. August die Predigten halten kann.
An dieser Stelle dankte er auch seinen Mitbrüdern dafür, dass sie auch in der ihm so wichtigen Marienwoche dabei sind und die Feierlichkeiten tatkräftig unterstützen. Pfarrer Thomas Hengstebeck gab zu, dass in den vergangenen Jahren die Marienwoche in seinen pastoralen Raum Rheda-Herzebrock, Clarholz an ihm vorbei gegangen sei. Das möchte er nun ändern und dieses einzigartige Angebot in dieser Region auch in seinen Pfarrnachrichten publik machen.
Die schmerzhafte Mutter hat in Wiedenbrück eine große Bedeutung. Seit Jahrhunderten wurde sie in der Marienkirche verehrt und die Franziskaner betreuten die unzähligen Wallfahrtsgruppen und Pilgernde, die in ihren vielfältigen Anliegen im Lauf der Jahrhunderte zur Schmerzensmutter nach Wiedenbrück kamen. Bis 2020 wurde sie von den Franziskanern gehütet. Der PV ist Mitglied im Kreis der Marienwallfahrten im Erzbistum Paderborn und tauscht sich aus. In dem Buch „Hoffnungsorte & Hoffnungsworte“ ist auch Wiedenbrück als Wallfahrtsort eindrucksvoll beschrieben.
Während der gesamten Woche steht Maria im Mittelpunkt. Es gibt auch die Gelegenheit zum stillen Gebet sowie die Möglichkeit der Einzelsegnung an vier Tagen im Rahmen des Marienamtes.