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Spendenübergabe im Kinderhospiz Bethel

14.500 Euro für schwerstkranke Kinder

 

Seit es den Volkslauf in St. Vit gibt, bekommt jedes Jahr das ambulante Palliativteam im Kinderhospiz Bethel für das Projekt „Der Weg nach Hause“ einen großen Teil der Spendensumme. In diesem Jahr hatte die Gruppe um den Veranstalterverein „Laufen und Gutes tun“ einen Scheck dabei, der alle Erwartungen übertraf. Mit 14.000 Euro kann das Team der ambulanten Palliativpflege um den leitenden Arzt Stefan Schwalfenberg auch im kommenden Jahr die sehr erfolgreiche Musiktherapie für schwerstkranke Kinder die Zuhause leben finanzieren. Fünf Musiktherapeuten bieten diese Therapien vermittelt durch Bethel an. „Die Familien erfahren dabei eine Stunde der Entspannung durch Musik, durch Klänge oder manchmal auch Gesang“, erklärt Schwalfenberg. Manche Kinder seien so krank, dass man lediglich an der Veränderung des Herzschlages spüren könne, ob es dem Kind guttun. Bei einigen Kindern würde ein leises Vorsingen Wunder bewirken, andere mögen musikalische Klänge, das sei individuell und sehr unterschiedlich. Die Rückmeldungen seien auf jeden Fall alle positiv. Da dieses zusätzliche Angebot ausschließlich durch Spenden finanziert werden kann, war die Freude im Kinderhospiz am Donnerstagabend riesig. „Damit ist das kommende Jahr weitgehend für die Musiktherapie gesichert“, bedankte sich der Kinderarzt beim Vereinsvorsitzenden Andreas Post und seinen Begleitern. Dazu gehörte auch der Leiter des Pastoralverbundes Reckenberg, Pfarrdechant Reinhard Edeler, der einen weiteren Scheck über 500 Euro hatte. Der Pastoralverbund verzichtet in diesem Jahr auf kleine Geschenke für die Mitarbeiter und wollte das Geld gerne spenden. Als Edeler vom Projekt „Der Weg nach Hause“ hörte, wollte er die Spende ebenfalls in Kooperation mit Laufen und Gutes tun dort übergeben. Gerne ließ er sich erklären was hinter dem 2004 ins Leben gerufenen Projekt steckt. Ein Team aus Sozialarbeitern, Pflegekräften, Ärzten, Ergotherapeuten und Seelsorgern ist in dem Bereich der häuslichen Versorgung schwerstkranker Kinder tätig. Die ambulante Palliativpflege ermöglicht Kindern und Jugendlichen, trotz ihrer schweren Erkrankung, durch eine intensive Betreuung Zuhause zu leben und gepflegt werden zu können. Das Team im Kinderhospiz nahm aber nicht einfach nur die Spende entgegen, sondern bedankte sich mit einem kurzweiligen Kicker-Turnier, einem Grillbüffet und der Teilnahme an der musikalischen Abendrunde zusammen mit den Familien, die derzeit im Kinderhospiz verweilen.

W. Leskovsek Foto v. links: Karin Gödecke, Andreas Post, Pfarrdechant Reinhard Edeler, Karola Skrzyppek, Rainer Wagner, Lukas Gödecke, Katharina Engel, Stefan Schwalfenberg, Gerd Gödecke, Andrea Bastian.