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Jugendhäuser kooperieren

St. Pius und St. Aegidius zieht an einem Strang

Eine Stadt wie Wiedenbrück, die über gleich zwei Jugendhäuser verfügt, kann sich glücklich schätzen. Pfarrdechant Reinhard Edeler findet das sehr beeindruckend, zumal sich beide Häuser gleichermaßen größter Beliebtheit erfreuen. Rund 600 Kinder und Jugendliche besuchen die Angebote in den beiden Einrichtungen regelmäßig. Hinzu kommen Gelegenheitsbesuche, Ferienspiele und Einzelveranstaltungen. Jetzt sind die beiden Einrichtungen St. Pius und St. Aegidius offiziell eine Kooperation eingegangen, die eine Bereicherung für alle Kinder und Jugendlichen aber auch für die Mitarbeiter sein soll. Gerade mal 1400 Meter liegen sie auseinander, was rund 2300 Schritten entspricht. Eine Distanz, die kein Hindernis darstellt. Beide Häuser gehören zum pastoralen Raum Reckenberg. „Ich denke, dass es so etwas in keinem anderen Pastoralverbund gibt“, betonte Pfarrdechant Edeler. Zudem findet er es bemerkenswert, dass Jugendliche den Erwachsenen vorleben, wie bereichernd die Offenheit für verschiedene Einrichtungen sein kann. „Das müssen die Kirchenbesucher oft noch lernen“, betonte der Pfarrdechant. Bereits in den letzten Monaten im alten Jahr haben die Häuser schon auf freundschaftlicher Basis kooperiert. Jetzt ist es amtlich und viele Dinge werden gemeinsam gemacht. „Auch wenn wir größere Events gemeinsam unternehmen, ist uns der ganz normale Alltag im Offenen Treff mit den Jugendlichen am wichtigsten“, betont Claudia Mieszala als Leiterin des Jugendhauses von St. Aegidius. Das sieht auch Julian Appelbaum, der seit einigen Monaten Leiter der St. Pius Jugend ist, so. Gerade die gegenseitige Treffbesuche seien toll. Die Jugendlichen im Alter zwischen 11 und 21 Jahren nähern sich an, kennen keine Berührungsängste und finden es toll, mal andere Räumlichkeiten erkunden zu können.

Zur K W. Leskovsekooperation gehört der kollegiale Austausch, die gegenseitige Beratung bei Fällen von Kindeswohlgefährdung, das Vernetzen der beiden Einrichtungen aber auch die Bündelung von Ressourcen und Nutzung von Synergieeffekten. Vieles könne man gemeinsam machen wie Öffentlichkeitsarbeit, Ferienspielaktionen, Ausbildungskurse für Ehrenamtliche, Abstimmung von Angeboten, Praktikantenaustausch und Treffpunktleiterkurse. Geplant sind für 2019 gemeinsame Kooperationsveranstaltungen der beiden Jugendhäuser. So soll es am 15. Februar einen Treffbesuch von St. Aegidius im St. Pius Jugendhaus geben mit einem von Aegidius organisierten HotDog-Buffet. Eine Woche später steht ein Schwimmbadbesuch im H2O Herford auf dem Programm und im März gibt es den zweiten Jahrestermin der Jungenaktionsreihe B.O.B- Best of Boys. Am 22. März wird eine Fahrt zur Laserzone Bielefeld angeboten und im April ein Ausflug nach Dortmund in die Trampolinhalle und zum Shoppen. Vom 23.-26.5 wird gemeinsam die 72-Stundenaktion auf Pastoralebene durchgeführt. Die Offenen Treffs sind kostenlos für alle Jugendlichen. Bei den geplanten Events zahlen die Teilnehmer nur einen kleinen Beitrag, der Rest wird über das Jahresbudget der Jugendhäuser übernommen. „So hat jeder die Möglichkeit mitzufahren, egal wie er finanziell dasteht“, freut sich Mieszala. Die Jugendhäuser erhalten vom Jugendamt einen pädagogischen Etat in Höhe von 13.000 Euro für St. Pius und 15.000 Euro für Aegidius. Die Höhe richtet sich nach der Gemeindegröße.