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Gudrun Bauer ist ehrenamtliche Mitarbeiterin im Beerdigungsdienst

Eine wichtige Aufgabe fr die 60-Jhrige

Gudrun Bauer ist ehrenamtliche Mitarbeiterin im Beerdigungsdienst

„Tote begraben“ und „Trauernde trsten“ gehren zu den Werken der Barmherzigkeit, zu denen grundstzlich jeder Getaufte berufen ist. Eine Beauftragung zu diesem Dienst ist an die „Taufberufung“ gekoppelt. Erzbischof Hans-Josef Becker wnscht sich fr das Erzbistum Paderborn neben Gemeindereferenten ausdrcklich auch Glubige auerhalb der pastoralen Berufe und beauftragt sie als Ehrenamtliche fr den kirchlichen Begrbnisdienst. Neu im Team des pastoralen Raumes Reckenberg ist Gudrun Bauer. Sie ist mit der Fortbildung fertig und hat Ende Mai ihre Urkunde vom Erzbischof erhalten. Am Sonntag, 6. Juni wurde sie im Gottesdienst in St. Aegidius offiziell durch Pfarrdechant Reinhard Edeler beauftragt, als ehrenamtliche Mitarbeiterin den Begrbnisdienst im Pastoralteam zu verstrken. Er segnete sie, berreichte ihr das Beerdigungsbuch sowie ein Taschenweihwasserkstchen fr ihre Ttigkeit. Mit der 60-Jhrigen, die bereits seit geraumer Zeit schon Menschen beerdigt die nicht der Kirche angehren, zhlt das Team nun zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die diese Ttigkeit ausben drfen. Dazu gehren neben den Priestern Pfarrdechant Reinhard Edeler, Pastor Rdiger Rasche und Pastor Olaf Loer die beiden Diakone Karl-Heinz Klaus und Thomas Huneke, die Gemeindereferentinnen Claudia Becker und Elisabeth Lengenfeld sowie die Laien Susanne Jehn, und Josef Altemeier. „Wir sind sehr glcklich, dass wir Gudrun Bauer bei uns begren knnen und freuen uns auf ihre Untersttzung“, betonte der Pfarrdechant. Sicherlich msse man fr diese nicht immer leichte Aufgabe innerlich stark sein, Gesprchskompetenz und Teamgeist besitzen und ber eine gesunde psychische Belastbarkeit verf gen, erklrt Claudia Becker, die Mitglied im Ausbildungskurs fr ehrenamtliche Laien ist. Sie selber wrde diese Ttigkeit, die sie nun schon seit einigen Jahren ausbt, als ein Geschenk sehen und eine Bereicherung der eigenen Lebenserfahrung. Viele Angehrige wrden sich wohl fhlen, weil ein Stck Hemmschwelle genommen ist, wenn nicht sofort ein Pastor kommt. Beauftragt wird man zunchst fr drei Jahre. Danach kann man immer noch entscheiden, ob die Ttigkeit die richtige ist. Auch die Hufigkeit der Dienste ist frei bestimmbar. Sie war auch die Mentorin von Gudrun Bauer. Ihre erste Beerdigung hatte Bauer bereits einen Tag nach ihrer Beauftragung. „Es war gar nicht so schwierig wie ich erst gedacht habe“, meint sie. Fr sie htte es sich gut angefhlt und die Angehrigen seien ebenfalls zufrieden gewesen. Fr Gudrun Bauer schliet sich gefhlt nun ein Kreis. In ihrer Funktion im sozialen Dienst im St. Aegidius Altenheim, wo sie zudem auch Seelsorgerin ist, begleitet sie viele Menschen in ihren letzten Stunden und sitzt oft lange an ihren Betten um zuzuhren oder einfach nur die Hand zu halten. Deshalb wei sie, dass sie ihrer neuen Aufgabe gewaschen ist. Sie ist sich zudem sicher, dass es ein Dienst ist, der sie erfllen wird, weil „man auch viel zurckbekommt.“ 

 

W. LeskovsekDas Licht der Hoffnung gibt Mentorin Claudia Becker an ihre neue Kollegin im Team des Beerdigungsdienstes im Pastoralverbund Gudrun Bauer weiter. Dieses Zeichen der Hoffnung gibt die neue Mitarbeiterin auch an Angehrige weiter und erklrt, wie gut es tun kann eine Kerze anzuznden oder das Gebet zu suchen.

 

Info: Pro Jahr werden im Pastoralverbund rund 200 Menschen beerdigt. Eine Zahl die ziemlich konstant ist. Bislang hat Pastor Rdiger Rasche fast die Hlfte bernommen. Doch er wird im nchsten Jahr den Pastoralverbund verlassen und nach Paderborn gehen. Jetzt heit es schon frhzeitig zu schauen, wie man diese Lcke schlieen kann. Zwar haben die Beauftragten alle gesagt, dass noch Luft nach oben ist, dennoch will man schauen, ob sich nicht noch mehr Menschen berufen fhlen, dieses Ehrenamt auszuben. Im Oktober beginnt der neue Ausbildungskurs fr Laien im Beerdigungsdienst auf Bistumsebene. Interessierte, die sich vorstellen knnten, als Laien Beerdigungen zu leiten, knnen sich an ihre Gemeinde wenden. Das Team des Pastoralen Raumes entscheidet dann mit den Pfarrgemeinderten, ob die Person die Voraussetzungen mitbringt.