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Taizé 2024: Eine unvergessliche Reise des Pastoralverbunds Reckenberg

Nach einer 12stündigen Busfahrt öffneten sich endlich die Türen des Reisebusses und alle Teilnehmer*innen verließen voller Vorfreude und Begeisterung den Bus. Es folgte das obligatorische Taschen suchen. Nachdem alle Koffer aus dem Bus ausgeladen wurden, machten wir uns auf den Weg, einen Unterstand für unsere Taschen zu suchen und das Gelände ein wenig zu erkunden. Die anfängliche Begeisterung wich ersten Zweifeln und Skepsis als die ersten Eindrücke von Taizé auf die Mitreisenden eingingen. Besonders komfortabel war der Empfang nach der langen Busfahrt nicht… Trotzdem entschieden sich alle Teilnehmer*innen, sich auf die Erfahrungen in Taizé einzulassen und sich von dem anfänglichen „Kulturschock“ nicht einschüchtern zu lassen. So begann nach unserer Ankunft eine Reise in eine Welt der Einfachheit, Spiritualität und Gemeinschaft für die gesamte Gruppe dessen Folgen noch nicht absehbar waren...

Bereits am ersten Tag erlebten die Jugendlichen, was es bedeutet, in Taizé zu sein. Noch bevor wir uns in unseren Unterkünften einrichten konnten, wurden wir von einer freiwilligen Helferin überrascht und in die Vorbereitungen für die neu anreisenden Gäste mit einbezogen. Noch bevor die eigenen Zimmer bezogen werden konnten, mussten alle mit anfassen, um die Schlafplätze zu reinigen, die Betten herzurichten und alles weitere für die kommenden Gäste zu organisieren.

Es wurde schnell klar, dass Luxus hier keine Rolle spielte. Dennoch war schon hier spürbar, die Gemeinschaft und das gemeinsame Ziel, diese Woche zu einer besonderen Zeit zu machen. Auch während der gemeinsamen Gottesdienste und der Mahlzeiten mit den über 3600 anderen Besuchern war in den folgenden Tagen immer wieder diese Verbundenheit zu spüren. Die anfänglichen Zweifel und Beschwerden über die einfachen Bedingungen in Taizé verwandelten sich Stück für Stück in Begeisterung und Dankbarkeit für die gemachten Erfahrungen, die Vielfalt des Glaubens und die Vielfalt der Menschen in Taizé.

Besonders beeindruckend war es zu beobachten, wie sich die Gesichter der Teilnehmer*innen ab dem zweiten Tag veränderten. Die anfängliche Skepsis wich einem Gefühl der Zufriedenheit und des Friedens. Während der Mahlzeiten wurden Geschichten über Begegnungen mit Menschen aus verschiedenen Ländern ausgetauscht, es wurde über die Erkenntnisse aus den Gottesdiensten und den Bibelgruppen diskutiert und viele Jugendliche begannen sich freiwillig für Dienste zu melden, um sich noch intensiver einzubringen und zu helfen, wo es geht.

Und so verging die Woche für alle, die sich auf diese Reise eingelassen haben viel zu schnell. Am Tag der Abreise war für viele klar: es hat sich gelohnt sich auf dieses Abenteuer einzulassen und vielleicht lohnt es sich auch noch ein weiteres Mal. Taizé 2024 war in jedem Fall eine unvergessliche Reise. Diese Woche hat uns gezeigt, dass die Schönheit des Glaubens in der Einfachheit und der Gemeinschaft liegt und dass diese Gemeinschaft und der Glaube uns überall auf der Welt verbinden können. privat