St. Vitus Sankt Vit

St. Viter Jugend gründet KjG als Treffpunkt für alle Konfessionen

Gruppenstunden, Events und vieles mehr bis zum Erwachsenenalter

Die Messdienerinnen und Messdiener aus Vit sind mit der Landjugend eine Fusion eingegangen und heißen nun gemeinsam „Katholische junge Gemeinde“ (KjG). Damit setzen die Kinder und Jugendlichen ein deutliches Zeichen, dass sie sich mit ihrer Zukunft beschäftigen. Sie haben eine Plattform geschaffen, wo sie ab neun Jahren bis hin ins Erwachsenalter bleiben können, einen regelmäßigen Treffpunkt haben um gemeinsam Spaß zu haben und bei Bedarf auch Projekte durchführen können. Zwar gibt es die Messdiener in St. Vit noch und sie machen auch weiterhin ihren Dienst am Altar, doch die Messen werden deutlich weniger und ihre Dienste werden längst nicht mehr so oft verlangt wie noch vor einigen Jahren. In der neuen KjG kann jetzt jeder mitmachen, ganz gleich welcher Konfession oder Herkunft. „Wir möchten, dass sich die Kinder und Jugendlichen im Dorf angesprochen fühlen, sich mit uns zu Gruppenstunden treffen möchten in denen wir Spiele machen, Backen, Events vorbereiten, mal zum Kegeln fahren oder ins Freibad gehen“, erzählt Madeleine Surmann. Zu besonderen Gottesdiensten wie zu Weihnachten oder Ostern übt dann das Messdienerteam in der Kirche, während die anderen im Vitus-Haus etwas unternehmen.

Ein erstes Projekt soll nun die Renovierung des Jugendraumes sein. Ihr Logo haben sie schon an die Wand gemalt. Wer dann irgendwann dem Alter der Kindergruppe entwachsen ist, der wechselt langsam und schleichend hinüber zu den jungen Erwachsenen, der ehemaligen Landjugend. Die sorgt zum Beispiel dafür, dass die Weihnachtsbäume Anfang Januar eingesammelt werden und sind auch sonst schon mal gefragt, wenn im Dorf größere Ereignisse stattfinden. „Das muss sich jetzt erst einmal wieder langsam einspielen,“, erklärt Isabell Kipp, die auch die Gruppenstunden der Jüngeren mit organsiert. Zur Kindergruppe gehören derzeit rund 30 Mädchen und Jungen und zu den Jugendlichen ein halbes Dutzend, da sie sich erst jetzt wieder gefunden haben. Neue Mitglieder werden aber gerade gezielt angesprochen.

Die Verantwortlichen treffen sich in Leiterrunden und Arbeitskreisen. Da die KjG ein demokratisches System ist, gibt es auch eine Pfarrleitung, die die junge Gruppe in der Pfarrgemeinde vertritt. Dazu gehört als Ältester im Bunde der 23-jährige Jonathan Kipp und als Jüngster der elfjährige Leonard Leßmann. Ferner sind dabei Madeleine Surmann, Julius Zimmer, Finja Winter und Clara Sandhäger. Außerhalb der alle 14 Tage stattfindenden Gruppenstunden, werden auch schon mal mit den Langenberger Messdienern gemeinsame Aktionen wie Zelten in Langenberg zum Start in die Sommerferien durchgeführt oder gemeinsam ein Ausflug in den Kletterwald gemacht. Auch die Ferienfreizeit in den Herbstferien läuft gemeinsam mit den Nachbarn aus Langenberg.

„Wir Messdiener hatten ein bisschen Sorge, dass es vielleicht irgendwann gar keine Messen mehr gibt und wir dann auch keinen Grund mehr zu gemeinsamen Treffen haben“, meint Madeleine. Deshalb hätten sie gemeinsam beschlossen, eine KjG zu gründen, damit alle Kinder  und Jugendliche gemeinsam die Zukunft im Dorf mitgestalten können und auch Mitspracherecht haben. Geistliche Begleitung ist Pastor Olaf Loer.  

W.Leskovsek

Bei schönem Wetter findet die Gruppenstunde gerne im Freien statt. V. links Theresa Surmann, Viktoria Zimmer, Madeleine Surmann, Annemarie Bojczok, Frieda und Paul Bultschnieder, Inga Surmann, Leonard Leßmann, Isabell Kipp, Philipp Leßmann haben es sich mit einem Kartenspiel auf der Picknickdecke gemütlich gemacht.